4. Leben und Wirken Gregor des Großen

4.2. Das Ponitfikat Gregors I.

Gregor I. erwies sich als wahrer Friedensstifter, denn er versuchte, die Langobarden nicht zu besiegen, sondern kümmerte sich mit großer Sorgfalt darum, friedliche Beziehungen zwischen den Völkern zu schaffen, was ihm letztendlich auch gelang. Er sicherte Italien nicht nur den Frieden mit den Langobarden, sondern bekehrte den elbgermanischen Stamm auch noch zum christlichen Glauben, so dass er Land und Kirche stärkte und sein diplomatisches Geschick deutlich hervortrat.

Trotz seiner schwachen Gesundheit, wegen der er immer wieder das Bett hüten musste, gelang es ihm, sich für Arme, Kranke und Notleidende einzusetzen, damit ihr Leben in besseren Bahnen verlaufen konnte. Als seine obersten Ziele werden der Frieden mit den Langobarden und die Verbreitung des katholischen Glaubens angesehen, die er auch umsetzen konnte. Noch heute finden Gregors zahlreiche Schriften in der katholischen Kirche große Beachtung, da sich seine Werke im Mittelalter großer Beliebtheit erfreuten und Einfluss auf die Frömmigkeit der Gläubigen nahmen. Noch größeres Ansehen wurde Gregor durch die Urheberschaft des Gregorianischen Chorals zuteil, obwohl er dieser Gesang nicht erschuf, förderte Gregor doch dessen Entstehung, weshalb der Beiname „gregorianisch“ gerechtfertigt ist.


Literatur:

Richards, Jeffrey. Gregor der Grosse. Sein Leben – seine Zeit. Graz 1983.
Faber, Annette. Unsere Heiligen. Ein Begleitbuch durchs Jahr. Leben, Legenden und Kunstwerke im Erzbistum Bamberg. Bamberg 2000.
Bild: http://www.daswerk-fso.org/deutsch/?p=634