Liebe Studierende,
die Regionalanalyse bietet Studierenden die Möglichkeit eine Woche lang eine ländliche Region mit dem Fokus auf Jugendbelange und Bürgerbeteiligung unter die Lupe zu nehmen. Mit sozialräumlichen Methoden (u.a. Ortsbegehung, Befragungen, Expert*inneninterviews) werden Chancen und Potentiale für mehr Jugendbeteiligung identifiziert, der Gemeinde präsentiert und aktivierend diskutiert.
Jugendliche brauchen für ihre
Entwicklung die Auseinandersetzung mit ihrer Umwelt und die Partizipation am
öffentlichen Leben. Das Ziel sozialräumlicher Verfahren ist es, Verständnis
dafür zu entwickeln, wie es um die Lebenswelten Jugendlicher in ihren
Sozialräumen (Treffpunkte, Orte, Institutionen) steht. Besonders ländlichen
Regionen fehlt es oft an altersgerechten Angeboten und Strukturen. Welche
Ressourcen, Freiräume und Barrieren finden junge Menschen in ihrem Umfeld
vor? Dieser Blickwinkel bringt neue Aneignungsmöglichkeiten zum Vorschein, um
sie in der Jugendarbeit und im öffentlichen Raum weiter zu fördern und
auszubauen.
Die Anwendung der Methoden setzt den Kontakt zu Jugendlichen voraus, sie werden
im Rahmen der Verfahren beteiligt und aktiviert. Bereits in der Regionalwoche erarbeitet
und präsentiert die Studierendengruppe erste Erkenntnisse und
Handlungsempfehlungen. So kann die Gemeinde für die spezifischen Jugendbelange
vor Ort sensibilisiert werden. Die Regionalanalyse soll dabei als Impuls zur
Weiterarbeit wirken.
Untersuchungsregion für die Regionalanalyse im Sommer 2022 ist die Gemeinde Mettingen (http://www.mettingen.de/) im Kreis Steinfurt im nördlichen Nordrhein-Westfalen. Kooperationspartnerin für das Projekt ist die Akademie Junges Land e.V. (http://www.jungesland.de/), die seit 2003 aktivierende Sozialraumanalysen in ländlichen Räumen durchführt.
Die Teilnehmer*innen dieses Projekts können:
- in der Gruppe Methoden empirischer Sozialforschung praxisnah und beteiligungsbezogen ausprobieren, im Kontext eines realen Auftrags der Gemeinde Mettingen
- einen Jugendbeteiligungsprozess auf Gemeindeebene mitgestalten und dabei die Dynamik von Multi-Stakeholder-Prozessen erfahren
- nicht nur die besonderen Herausforderungen der ländlichen Entwicklung kennenlernen, sondern auch die der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen in der Raumplanung
- eine intensive Zeit mit anderen Studierenden erleben: drei Blockseminare (Fr/Sa) dienen zum besseren Kennenlernen und der Reflexion in der Gruppe, um schließlich fünf Tage gemeinsam in der Untersuchungsregion zu verbringen.
Termine:
· Seminar Jugend & Region: 14.-15.01.2022
· Vorbereitungsseminar: 11.-12.02.2022
· Regionalwoche: 01.-06.05.2022
· Nachbereitungsseminar: 10.-11.06.2022
Detaillierte Informationen entnehmen Sie bitte der Anlage.
Viele Grüße
Melanie Weidner-Schmitt