Seit dem Mittelalter wird in Europa zwischen der Scientia (Forschung, Wissenschaft) und der Sapientia (Erleuchtung, Weisheit) unterschieden. In der geplanten Lehrveranstaltung soll es gelingen, mit den Mitteln der (Kultur-)Wissenschaft die Figurationen der Weisheit zu beschreiben. Die Sophia ist dabei besonders bekannt. Als „Ur-Weisheit Gottes“ (premudrost‘ božija) hat sie in den theologischen Systemen der Ost- und Westkirche eine gewisse Funktion und spielt in den volkstümlichen Ritualen und Mythen in Osteuropa eine große Rolle. In dem Seminar werden die künstlerischen, theologischen und philosophischen Diskurse sowie die Bilder und Narrativa der Weisheit untersucht und diskutiert. Die Lehrveranstaltung richtet sich insbesondere an Studierende der Slavistik und u.a. Kulturwissenschaften.

Bitte sich zu Beginn des WS per Mail an die Dozentin wenden: anna.rothkoegel@uni-bamberg.de
Semester: 2021/22 Wintersemester
Die Prämiere der Oper Oktober im Bolschoj markierte das Ende seiner Dienstreise zum fachlichen Austausch mit den Kollegen in der Hauptstadt. Nach dem Abschied lief Vano die letzten Meter allein zum Hotel. Sein Flug ging erst in den frühen Morgenstunden. An Schlaf war jedoch nicht zu denken. Es war kalt, der Hauptstadtverkehr zog krachend an ihm vorbei und trotz Müdigkeit, Alkohol und zahlreichen Eindrücken, beschäftigte ihn nur eine einzige Frage: Warum sang Lenin nicht? Warum wies der Komponist Muradeli dem großen Führer einen Sprechgesang zu? Diese und andere Fragen zu Werken der russischen Literatur, die in Opernlibretti umgedichtet wurden, nehmen wir unter die Lupe.

Bitte sich zu Beginn des WS per Mail an den Dozenten wenden: kacha.ebralidze@gmail.com
Semester: 2021/22 Wintersemester